Soll beim Fürther Sieg in Halle rassistisch beleidigt worden sein: Julian Green (2.v.r). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa)

Der Deutsche Fußball-Bund hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem Julian Green von der SpVgg Greuther Fürth während des Pokalspiels beim Hallescher FC rassistisch beleidigt worden sein soll.

«Der DFB duldet auf seinen Plätzen grundsätzlich keinen Rassismus und keine Menschenfeindlichkeit! Da gibt es null Toleranz. Dementsprechend wird sich der Kontrollausschuss einschalten und die Vorgänge prüfen», kündigte am Sonntag Anton Nachreiner an, der Vorsitzende des DFB-Gremiums. 

Zorniger: «Mehrmals von den Zuschauern als Affe tituliert»

Nach dem 1:0-Sieg von Fürth beim Drittligisten Halle hatte Gäste-Trainer Alexander Zorniger gesagt: «Mein Spieler wurde mehrmals von den Zuschauern als Affe tituliert. Das ist nicht nur ein, zwei oder dreimal geschehen.» Er beklagte sich auch, dass niemand darauf reagiert habe. «Das Stadion ist zu 95 Prozent ausgelastet. Es waren genug Leute da, die hätten eingreifen können», sagte er. 

HFC-Pressesprecherin Lisa Schöppe entschuldigte sich nach den Ausführungen des Fürther Trainers im Namen des Vereins für das Fehlverhalten einiger Zuschauer. Der 28 Jahre alte Green spielt seit 2017 für die Fürther, nach Angaben seines Vereins sagte er im Anschluss an die Partie: «Es war ein Zuschauer während des Spiels. Aber ich wollte uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen, weil ich unbedingt gewinnen wollte. Und das tut denen dann am meisten weh.»

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