Die DFB-Elf hat im Fußball-Klassiker das Team aus England vor der Brust. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christian Charisius/dpa)

Wer hat die bessere Mannschaft, wer den besseren Trainer?

Vor dem Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in London vergleicht die Deutsche Presse-Agentur die Teams von Deutschland und England. Bundestrainer Joachim Löw kann selbstbewusst in den Klassiker gehen.

TORHÜTER:

Manuel Neuer (35) hat schon fünf EM-Tore kassiert. Englands Nummer eins Jordan Pickford (27) noch keines. Dennoch sind die Rollen klar verteilt. Hier der mehrfache Welttorhüter, Weltmeister von 2014 und zweifache Champions-League-Sieger vom FC Bayern, dort der noch titellose Keeper vom Mittelklasseclub FC Everton. Bei den Torhütern hat Deutschland immer die Nase vorn – Vorteil Deutschland.

ABWEHR:

Englands Bollwerk hielt bisher. Obwohl in den drei Gruppenspielen nie dieselbe Viererkette spielte. Die große Konstante ist Abwehrchef John Stones (27) von Manchester City. Die deutsche Dreierkette mit Matthias Ginter (27), Mats Hummels (32) und Antonio Rüdiger (28) ist prominent besetzt. Aber die Taktik-Diskussionen dauern nach schon fünf Gegentreffern in drei EM-Partien an – Vorteil England.

MITTELFELD:

Mason Mount (22) vom FC Chelsea könnte nach seiner Corona-Quarantäne wieder ein Faktor sein. Jack Grealish (Aston Villa/25), Declan Rice (West Ham/22) und Kalvin Philipps (Leeds United/25) sind noch keine internationalen Schwergewichte. Die DFB-Elf hat in Toni Kroos (31), Joshua Kimmich (26), Ilkay Gündogan (30) und Leon Goretzka (26) mehr Optionen, mehr Qualität und mehr Erfahrung – Vorteil Deutschland.

OFFENSIVE:

Bislang trafen nur zwei Stürmer. DFB-Angreifer Kai Havertz (22) und Englands Raheem Sterling (26) haben je zwei Tore erzielt. Harry Kane (27) wartet auf sein erstes Turniertor, Thomas Müller (31) auf seinen ersten EM-Treffer überhaupt. Qualität und Talent haben beide Teams. Serge Gnabry (25), Timo Werner (25), Leroy Sané (25) hier, Jadon Sancheo (21), Bukayo Saka (19) und Phil Foden (21) dort – Remis.

TRAINER:

Gareth Southgate (50) hat mit Deutschland seit seinem entscheidenden Elfmeterfehlschuss im EM-Halbfinale 1996 eine Rechnung offen. In England hat er als Trainer viel bewirkt. WM-Platz vier 2018 war ein Erfolg. Jetzt muss er nachlegen, sonst gibt es Gegenwind. Rekordcoach Joachim Löw (61) ist vor seinem DFB-Abschied in Sachen Erfahrung meilenweit voraus. Und der WM-Triumph 2014 überstrahlt trotz zuletzt viel Kritik die Ära – Vorteil Deutschland.

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