Kevin Vogt wechselte am Donnerstag von der TSG 1899 Hoffenheim nach Berlin. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Tom Weller/dpa)

Abwehr-Routinier Kevin Vogt freut sich trotz des Abstiegskampfs in der Fußball-Bundesliga «brutal» auf seinen neuen Lebensabschnitt beim 1. FC Union Berlin. Das Angebot der Köpenicker sei für ihn «speziell» gewesen, erklärte der 32-Jährige nach seinem ersten Startelfeinsatz für Union beim 0:0 am Samstag beim SC Freiburg. «Irgendwas hat es in mir ausgelöst», sagte Vogt über die Berliner Offerte. «Ich hatte ein gutes Bauchgefühl. Ich wäre nicht zu jedem Club gegangen. Es war schon auch der Reiz von Union Berlin.»

Die Frage, warum er sich trotz des Abstiegskampfs von Union und seines Stammplatzes bei der TSG 1899 Hoffenheim, für den Wechsel entschieden habe, könne er verstehen. Es sei «eine Reise raus aus der Komfortzone», sagte der Vater einer kleinen Tochter über die «kollektiv» mit seiner Partnerin getroffenen Entscheidung. «Eine tolle Stadt habe ich mir sagen lassen», so Vogt. Die Atmosphäre, die er als Gast im Stadion An der Alten Försterei erlebt habe, sei «imposant» gewesen.

Natürlich hätten auch das Gehalt und die Vertragslaufzeit – über die Union keine Angaben machte – eine Rolle gespielt. «Aber ich glaube, dass ich es auch ohne den Vertrag geschafft hätte, dass meine Tochter immer Essen und Trinken auf dem Tisch hat», beschwichtigte er. Auf die Frage, ob sein Vertrag auch für die 2. Liga gelte, antwortete Vogt: «Ich glaube, jeder Bundesligavertrag gilt für die 2. Liga. Aber damit beschäftige ich mich nicht.»

Union blieb erstmals in dieser Saison auswärts ohne Gegentor

Vogt spielte in Freiburg direkt von Beginn an, obwohl sein Wechsel erst am Donnerstag perfekt geworden war. Angesichts der knappen Eingewöhnung sei es trotz seiner Erfahrung ein «Abenteuer», räumte er ein. Mit Vogt gelang den Köpenickern der erste Auswärtspunkt seit dem bisher einzigen Sieg in der Fremde Ende August (4:1 in Darmstadt). Erstmals blieb Union in dieser Saison der Fußball-Bundesliga auswärts ohne Gegentor.

«Natürlich geht das besser. Klar war ein bisschen Verunsicherung zu spüren», bilanzierte Vogt. In der zweiten Halbzeit sei die Mannschaft mutiger geworden. Für den Abstiegskampf sei er total optimistisch».

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