Union-Trainer Urs Fischer bei der Abschluss-Pressekonferenz. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Matthias Koch/dpa)

Vor dem entscheidenden Europa-League-Spiel um den Einzug in die K.o.-Runde hat Union Berlins Trainer Urs Fischer das Fehlen der eigenen Fans bedauert.

«Es ist nicht schön. Unsere Fans sind ein Bestandteil vom Ganzen, aber wir haben es auch etwas selbst zu verantworten. Von daher gilt es, diese Entscheidung zu akzeptieren. Helfen tut es uns ganz sicher nicht», sagte der Schweizer vor der Partie bei Royale Union Saint-Gilloise  am Donnerstagabend (21.00 Uhr/RTL+). Auch Außenverteidiger Julian Ryerson pflichtete ihm bei: «Unsere Fans helfen uns immer, pushen uns, geben uns Energie. Aber es ist, wie es ist. Wir müssen uns dementsprechend verhalten. Das werden wir gut hinkriegen.»

Der 56-jährige Fischer kritisierte allerdings auch: «Wenn sich ein paar nicht an die Regeln halten, heißt es nicht, dass es alle schlecht machen. Ich finde es einfach schade, wenn es ein paar Chaoten fertigbringen, dass dann am Schluss das Gesamte darunter leiden muss.»

Fans ausgeschlossen

Die Berliner müssen in Leuven, wo Saint-Gilloise seine Europapokal-Spiele austragen muss, im Stadion auf ihre Fans verzichten. Wegen verschiedener Verfehlungen von Teilen des Anhangs bei vorherigen Spielen durften die Berliner keine Auswärtstickets vergeben. Zudem verhängte die Stadt ein Betretungsverbot für Union-Fans und drohte mit Festnahmen. 

Gegen dieses Verbot reichte Union gemeinsam mit drei Anhängern eine Klage ein, über die im Laufe des Donnerstags entschieden werden soll, wie der Club am Mittwochabend mitteilte. «Der Erlass des Bürgermeisters von Leuven ist aus unserer Sicht allerdings absolut unverhältnismäßig. Er setzt Grundrechte außer Kraft und steht im Gegensatz sowohl zum europäischen Gedanken als auch zur Idee der UEFA, Wettbewerbe über Ländergrenzen hinaus auszutragen», sagte Union-Präsident Dirk Zingler einer Mitteilung zufolge. 

Union braucht einen Sieg, um sicher in die nächste Runde zu kommen. Bei einem Remis oder einer Niederlage dürfte Sporting Braga nicht gegen Malmö FF gewinnen. Ansonsten würden die Eisernen im kommenden Jahr in der Conference League weiterspielen. Personell hat Fischer keine Probleme: Alle Spieler sind fit.

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