Präsident des 1. FC Union Berlin: Dirk Zingler. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jens Kalaene/dpa)

Union Berlins Präsident Dirk Zingler hat sein Bekenntnis zu Ex-Trainer Nenad Bjelica nur einen Tag vor dessen Freistellung verteidigt. Der 51-Jährige sprach von einem Missverständnis zwischen einem Treuebekenntnis und einem Unterstützungsbekenntnis. «Ich habe in meiner 20-jährigen Amtszeit noch nie einem Mitarbeiter ein Treuebekenntnis abgegeben, weil ich das gar nicht kann», stellte Zingler einen Tag nach der Trennung von Bjelica klar.

Unmittelbar vor dem 3:4 gegen den VfL Bochum am Sonntag hatte Zingler dem Kroaten noch das vollste Vertrauen ausgesprochen. «Uns berührt nicht, was außerhalb des Clubs geschrieben oder gesagt wird. Zwischen uns, die Verantwortung tragen im Club, und der Mannschaft gilt nur das, was wir uns untereinander sagen. Und da sind wir relativ klar. Wir wissen, was richtig ist», hatte der Präsident gesagt.

Vorherige Medienberichte, wonach das Präsidium über die Freistellung des Kroaten schon in der Vorwoche nachgedacht hatte, widersprach Zingler erneut. «Es stimmt nicht. Es wird immer in dem Augenblick entschieden, wenn es entschieden wird. Wir treffen keine Vorratsentscheidung. Die haben wir im Laufe des (gestrigen) Tages getroffen», berichtete Zingler.

Marco Grote als Interimstrainer soll nun im Saisonendspurt den Köpenicker Absturz in die 2. Fußball-Bundesliga verhindern. Gemeinsam mit Co-Trainerin Marie-Louise Eta und Sebastian Bönig als Co-Trainer wird der 51-Jährige die Mannschaft zunächst auf das anstehende Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag vorbereiten. Wenn sich die Clubführung nach der Saison mit der Suche nach einem neuen Cheftrainer befasse, werde auch Grote einer der Kandidaten sein, sagte Zingler.

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