Das DFB-Team hätte kurzfristig und eingeschränkt doch noch in Wembley trainieren können. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Catherine Ivill/GETTY POOL/AP/dpa)

Die UEFA hat mit Verwunderung auf die Absage des Abschlusstrainings der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das EM-Achtelfinale gegen England im Wembley-Stadion reagiert.

Die DFB-Elf hätte vor der Partie am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in Englands Kultstätte die letzte Übungseinheit vornehmen können, habe «jedoch nicht darum gebeten, im Stadion zu trainieren», sagte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union der Deutschen Presse-Agentur.

Löw wollte Plan nicht mehr umwerfen

Joachim Löw erklärte die aus seiner Sicht zeitlich zu engen Abstimmungsprozesse: «Als die Meldung von der UEFA kam, hieß es zunächst mal, wir können nicht dort trainieren. Dann haben wir geplant, dass wir hier bleiben und erst am Montag fliegen. Am Sonntag spätabends kam dann die Nachricht, wir könnten doch. Aber dann wollten wir den Plan nicht mehr über den Haufen werfen», sagte der Bundestrainer dem ZDF.

«Grundsätzlich wäre es gut gewesen, absolut», meinte Löw zu einer Trainingsoption in Wembley. Am späten Montagvormittag hatte die DFB-Elf das Abschlusstraining im Adi-Dassler-Stadion im Teamquartier von Herzogenaurach abgehalten. Am späten Nachmittag war der Charterflug von Nürnberg nach London geplant.

Laut europäischem Verband wäre ein Schnupperkurs in Wembley mit geringen Einschränkungen möglich gewesen. «Deutschland hätte heute die Möglichkeit gehabt, seine MD-1-Trainingseinheit im Stadion zu absolvieren, verbunden mit einem eingeschränkten Zugang zu bestimmten Bereichen des Spielfelds – was Teil des üblichen Spielfeldschutzes ist, der bei anderen UEFA-EURO-Austragungsorten zum Einsatz kommt», hieß es von der UEFA. So seien lediglich die Rasenzonen direkt vor den Toren gesperrt.

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