Bundestrainer Hansi Flick (r) verzichtete zum 1000. DFB-Länderspiel auf BVB-Profi Niklas Süle. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Federico Gambarini/dpa)

Über die Nichtberücksichtigung von Niklas Süle für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird weiter diskutiert.

Nach einem «Bild»-Bericht soll die Personalie bei Vizemeister Borussia Dortmund nicht so gut angekommen sein. Intern würden «Unverständnis und Irritation herrschen, die sportliche Führung könne den Verzicht auf Süle nur schwer nachvollziehen», schreibt die Zeitung. 

Laut des Berichts habe Bundestrainer Hansi Flick seine Entscheidung und die Gründe dafür aber offen kommuniziert. Er soll sowohl bei Süle selbst als auch bei BVB-Trainer Edin Terzić angerufen haben, um ihnen mitzuteilen, dass der 27-Jährige bei den kommenden drei Länderspielen gegen die Ukraine (12. Juni), in Polen (16. Juni) und gegen Kolumbien (20. Juni) nicht dabei ist.

Kritik an Einstellung

Flick erwartet von dem Abwehrspieler mit Blick auf die Heim-EM 2024 eine Leistungssteigerung erwarte, er soll mehr an seine Grenzen gehen. Das hatte er in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» gesagt. «Ich finde, er lässt noch einiges liegen. Ich will, dass er von seiner Einstellung, von seiner Mentalität einen Schritt nach vorne macht», sagte Flick: «Für mich könnte Niki einer der besten Innenverteidiger sein, die es gibt. Sein Potenzial ist riesig.» 

Es könnte also auch sein, dass die Dortmunder die Flick-Warnung an Süle gar nicht so verkehrt finden. Über den Fitnesszustand des ehemaligen Bayern-Profis hat es in der Vergangenheit immer wieder einmal Diskussionen gegeben. 

Flick hatte mit Süle bereits beim FC Bayern München zusammengearbeitet. Auch beim Vorrunden-Aus bei der WM in Katar Ende des vergangenen Jahres war Flick nach eigener Aussage von der Leistung des 45-maligen Nationalspielers teils enttäuscht. «Ich war zu 90 Prozent zufrieden. Aber die zehn Prozent, die fehlen, die machen es eben aus. Um die geht’s mir», sagte der 58-Jährige, der Süle in allen drei Vorrundenspielen in Katar aufgestellt hatte.

Für die anstehenden Länderspiele hat Flick für die Innenverteidigung Matthias Ginter, Thilo Kehrer, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Malick Thiaw nominiert – auf den langjährigen DFB-Stammspieler Süle verzichtete er dagegen.

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