Wolfsburgs Almuth Schult freut sich über den 3:1-Sieg beim FC Bayern München. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Silas Stein/dpa)

Nationaltorhüterin Almuth Schult möchte unbedingt mit einem DFB-Pokalerfolg ihre Karriere beim VfL Wolfsburg beenden.

Die 31-Jährige, die nach dieser Saison zum US-Fußballclub Angel City FC wechselt, steht mit ihrer Mannschaft nach dem 3:1 (1:0) im Halbfinale beim FC Bayern München im Endspiel am 28. Mai in Köln. «Ich möchte mit einem Sieg im DFB-Pokal hier in Deutschland aufhören», sagte Schult im ARD-Interview. «Wir haben ja auch ein paar Finger an der Meisterschale, das ist schon überragend.»

In der Bundesliga liegt Wolfsburg mit vier Punkten Vorsprung auf den Rivalen aus München klar auf Titelkurs. Zudem träumen die VfL-Spielerinnen auch vom Champions-League-Endspiel am 21. Mai in Turin. Allerdings ist Titelverteidiger FC Barcelona vor dem Halbfinalhinspiel am Freitag Favorit. Im Camp Nou werden über 90.000 Zuschauer erwartet. Auf die Frage nach dem möglichen Triple sagte Schult lächelnd: «Ich nehm’s gerne, wenn’s mir jemand präsentiert.»

Schult: «Waren gnadenlos effektiv heute»

Ihr Einsatz in München war bis zuletzt fraglich, da sie vergangene Woche wegen einer Schulterzerrung ihr Comeback in der DFB-Auswahl verschieben musste. Im hart geführten Duell gegen den deutschen Meister von 2021 zeigte Schult dann eine souveräne Leistung. «Wir waren gnadenlos effektiv heute, auch wenn wir nicht unser bestes Spiel gemacht haben», sagte sie. Die Olympiasiegerin von 2016 und die Wolfsburgerinnen können nun zum achten Mal in Serie den Pokal holen. Der Endspielgegner wird am Montag (18.30 Uhr/Sky) zwischen Bayer Leverkusen und Turbine Potsdam ermittelt.

Das Team von Trainer Tommy Stroot raubte dem FC Bayern die letzte Titelchance in dieser Spielzeit. Vor 2300 Zuschauern trafen die Niederländerin Jill Roord mit einem Doppelpack (19. und 61. Minute) und die eingewechselte Tabea Waßmuth (80.) für die Gäste. Die Serbin Jovana Damnjanovic glich zwischenzeitlich per Foulelfmeter aus (50.).

«Kämpferisch waren wir gut im Spiel, fußballerisch nicht immer so, wie wir wollten», bilanzierte Bayern-Kapitänin Lina Magull. «Nach intensiven Wochen ist es heute ein weiterer Tiefschlag.» Die diesmal wesentlich stärkeren Bayern-Frauen konnten sich auch nicht für die 0:6-Klatsche in der Liga vor zwei Wochen in Wolfsburg revanchieren. Trainer Jens Scheuer musste das Aus seines Teams wegen eines positiven Corona-Tests am Spieltag zuhause im Fernsehen anschauen.

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