Andreas Rettig will als neuer Sport-Geschäftsführer den DFB langfristig vom Buhmann-Image wegbringen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jürgen Kessler/dpa)

Andreas Rettig will als neuer Sport-Geschäftsführer den Deutschen Fußball-Bund langfristig vom Buhmann-Image wegbringen.

«Mein Ziel ist: Wenn ich von Bord gehe, dann möchte ich, dass keiner mehr «scheiß DFB» ruft», sagte der 60-Jährige im Interview mit dem OMR Podcast und der Wochenzeitung «Die Zeit». Die besagte Schmähung gehört seit Jahren zu den Standardsprechchören von Fans in Fußball-Stadien. Wobei sie zuletzt wegen der Kritik am Investoreneinstieg bei der Deutschen Fußball Liga mehr in Richtung DFL zu hören war.

Rettig hatte im September überraschend den Posten beim DFB in einer finanziell schwierigen Situation angetreten. Der frühere Bundesliga-Manager sieht auch die Führungskräfte in der Verantwortung, Sparsamkeit vorzuleben: «Sie können nur dann glaubwürdig für wirtschaftliche Themen eintreten, wenn sie nicht Wasser predigen und Wein saufen», sagte Rettig. Er selbst schlafe beispielsweise trotz vertraglicher Zusicherung in Frankfurt nicht im Hotel: «Ich übernachte im DFB-Campus.»

Den Erfolg der kriselnden deutschen Nationalmannschaft bei der diesjährigen Heim-EM (14. Juni bis 14. Juli) will der DFB-Geschäftsführer nicht an einer Platzierung festmachen. «Wenn uns die Herzen zufliegen, war es ein Erfolg», sagte Rettig.

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