Mathias Olivera (l) und der SSC Neapel verloren das Viertelfinal-Hinspiel gegen den AC Mailand. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Antonio Calanni/AP)

Trainer Luciano Spalletti glaubt trotz der Hinspiel-Niederlage und des Ärgers über die Sperren von zwei wichtigen Spielern weiter fest an den Einzug ins Champions-League-Halbfinale mit der SSC Neapel.

«Wir müssen nach vorne schauen und an die Partie, die noch kommt. Das Weiterkommen war offen und es bleibt offen», sagte Spalletti nach dem 0:1 (0:1) bei der AC Mailand. Kommenden Dienstag empfängt Neapel Milan zum Rückspiel.

Zwei gesperrte Spieler

Für Ärger sorgten bei Spalletti die Gelb-Rote Karte für André-Frank Zambo Anguissa und die Gelbe Karte für Min-Jae Kim, die damit im Rückspiel gesperrt fehlen. Die Entscheidung sei unfair gewesen, kritisierte der 64 Jahre alte Fußball-Lehrer. «Der Platzverweis war übertrieben und ich verstehe den Umgang mit den Karten nicht», sagte Spalletti. «Jeder Ausfall ist zu diesem Zeitpunkt der Saison kritisch für uns, aber wir haben Leute, die das kompensieren können.»

Im Rückspiel setzt der Serie-A-Spitzenreiter auch auf die Rückkehr von Torjäger Victor Osimhen, der in Mailand wegen Adduktorenproblemen gefehlt hatte. «Die Chance, dass er dabei sein wird, liegt bei 100 Prozent», sagte Spalletti. Nach einer sehr starken Saison, in der Napoli sich unter anderem im Königsklassen-Achtelfinale souverän gegen Eintracht Frankfurt durchgesetzt hatte, hatten die Süditaliener zuletzt etwas geschwächelt und auch in der Liga mit 0:4 gegen AC Mailand verloren.

Fanproteste bei Liga-Spiel

Während der Liga-Partie gab es Proteste und Gesänge der Napoli-Fans gegen Club-Präsident Aurelio De Laurentiis, zudem war es zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans auf der Tribüne gekommen. «Ich hoffe, dass wir nicht die gleiche surreale Stimmung wie in der Partie in der Liga erleben müssen», sagte Spalletti mit Blick auf das Rückspiel. «Ich richte keine Appelle an niemanden. Aber heute Abend haben wir die Wucht von San Siro gesehen.»

Milan-Coach Stefano Pioli erwartet im Rückspiel «wieder ein großes Spiel auf hohem Niveau». Der 57-Jährige ärgerte sich, dass sein Team die Überzahl in der Schlussphase nach Gelb-Rot für Zambo Anguissa (74. Minute) nicht zu weiteren Treffern nutzte. «Es ist bedauerlich, dass wir die zahlenmäßige Überlegenheit nicht besser ausgenutzt haben», sagte er. Der Algerier Ismael Bennacer, der das Hinspiel mit seinem Tor entschieden hatte (40.), forderte: «Es ist noch ein Spiel übrig, wir müssen uns so gut wie möglich erholen.»

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