Bayerns Sportvorstand Max Eberl will sich nicht zu Trainerkandidaten äußern. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Tom Weller/dpa)

Sportvorstand Max Eberl hat die Spekulationen um Julian Nagelsmann als Trainerkandidat beim FC Bayern München nicht kommentiert. «Ich weiß, dass das die ganze Öffentlichkeit interessiert und dass jeder teilhaben möchte an den Gedanken, die wir haben», sagte Eberl nach dem 0:2 des deutschen Fußball-Rekordmeisters gegen Borussia Dortmund.

«Aber ich habe es oft genug gesagt, wir klopfen ab und deswegen hat mich auch dann die Entscheidung von Xabi überhaupt nicht mehr berührt, weil wir schon lange woanders unterwegs waren», schilderte Eberl. «Xabi ist ein Ehrenmann. Ich kannte ihn, weil ich in Gladbach auch mit ihm schon verhandelt habe, als er noch in San Sebastian war. Deswegen war für mich klar: Er wird Leverkusen nicht verlassen.»

Spektakuläres Nagelsmann-Comeback?

Gerüchten zufolge gehört Bundestrainer Nagelsmann, der im März 2023 den FC Bayern verlassen musste, wieder zum Kandidatenkreis für die Nachfolge von Trainer Thomas Tuchel. Alonso hatte am Freitag erklärt, trotz Interesses von Topclubs eine weitere Saison beim designierten deutschen Meister Bayer Leverkusen bleiben zu wollen.

«Meine Pflicht ist es natürlich, das abzuklopfen, aber nicht mit ihm zu verhandeln, nicht mit ihm zu reden. Deswegen auch keine Absage, sondern abklopfen», sagte Eberl. Das sei lang geklärt gewesen «und jetzt sind wir in andere Richtungen unterwegs».

Eberl: Sind nicht bei «Wünsch dir was»

Der 50-Jährige ist seit einem Monat als Sportvorstand im Amt. Zu den vielfältigen Herausforderungen wie etwa der Trainersuche sagte er: «Es ist ja kein Wunschkonzert. Also Bundesliga ist nicht ‚Wünsch dir was‘, sondern so ist es. Nur weil alle schreiben und jeder sagt: «Das müsste doch sein und das muss doch sein» – im Fußball muss gar nichts», sagte Eberl. «Wir arbeiten daran, wir werden unsere Lösung finden, die wir für Bayern München machbar realisieren können – und andere Entscheidungen können wir nicht beeinflussen.»

Er habe «noch nie einen Namen» der Trainersuche kommentiert. Er habe gelesen, dass Antonio Conte ihm schon Spielerlisten geschickt habe. Das sei kurios. Conte, zuletzt bei Tottenham, Inter Mailand und Chelsea, ist aktuell ohne Verein. Auch über ihn als neuer Bayern-Trainer wurde schon spekuliert.

Matthäus hat einen Top-Kandidaten

Nagelsmann ist als Bundestrainer bis nach der Heim-EM im Sommer vertraglich an den DFB gebunden. Der Deutsche Fußball-Bund würde den Vertrag aber gerne noch vor dem Großereignis ausweiten. Zuvor hatte Nagelsmann mit seinen offensiven Aussagen zu seinen beruflichen Plänen für die Zeit nach der EM für Aufsehen gesorgt. Er wünsche sich noch vor der Turnier Klarheit. Der 36-Jährige sagte, dass er auch vor der Europameisterschaft bei einem Verein für die kommende Saison unterschreiben würde, wenn sich die Möglichkeit ergebe.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hält Bundestrainer Julian Nagelsmann für den geeignetsten Kandidaten für die ab Sommer freie Trainerstelle beim FC Bayern.

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