Die City-Spieler Erling Haaland (M) und Mateo Kovacic beschweren sich bei Schiedsrichter Simon Hooper. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Martin Rickett/PA Wire/dpa)

Freunde werden Erling Haaland und Fußball-Schiedsrichter Simon Hooper wohl nicht mehr. Denn der Stürmerstar von Manchester City geriet kurz vor Schluss des spektakulären 3:3 gegen Tottenham Hotspur völlig aus der Fassung.

Europas Fußballer des Jahres war so aufgebracht und gestikulierte so wild, dass er die Gelbe Karte sah. Später kommentierte Haaland ein Video der Szene auf X (vormals Twitter) mit «wtf» – auf Deutsch in etwa «Was zur Hölle».

Grund war eine Entscheidung Hoopers in der fünften Minute der Nachspielzeit. City wollte kontern, doch Haaland wurde von Emerson Royal zu Fall gebracht. Aber der 23-jährige Norweger sprang sofort wieder auf, und der Referee entschied ganz klar und für alle im Stadion sichtbar per Handzeichen auf Vorteil und ließ weiterlaufen.

Auch City-Coach fassungslos

Haaland bediente mit einem traumhaften Steilpass seinen Teamkollegen Jack Grealish, der englische Nationalspieler war frei auf dem Weg zum Tor unterwegs. Doch plötzlich ertönte ein Pfiff: Denn Hooper hatte es sich anders überlegt, unterbrach das Spiel und entschied auf Freistoß für City.

Neben Haaland beschwerten sich weitere Spieler lautstark beim Schiedsrichter. Am Montag klagte der Verband City wegen unangemessenen Verhaltens seiner Spieler an. Trainer Pep Guardiola (52), der die umstrittene Entscheidung ebenfalls nicht fassen konnte, vermied anschließende Kritik: «An der Seitenlinie verliere ich manchmal den Verstand, meine Geste war nicht richtig. Menschen können immer Fehler machen. Wir haben nicht wegen dieser späten Entscheidung unentschieden gespielt», sagte der Spanier.

Seinen Ausnahmestürmer nahm Guardiola in Schutz, das sei normal und «seine Reaktion die gleiche wie die der anderen zehn Spieler» gewesen. «Er ist ein bisschen enttäuscht», fügte Guardiola hinzu und ergänzte: «Selbst der Schiedsrichter – wenn er heute für Manchester City gespielt hätte – wäre enttäuscht über diese Aktion gewesen, das ist sicher.»

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