Paderborns Sven Michel (M) erzielt gegen Nürnbergs Torwart Christian Mathenia (r) und Asger Sörensen (l) das Tor zum 2:2. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Guido Kirchner/dpa)

Dank Sven Michel ist der SC Paderborn zum ersten kleinen Erfolgserlebnis gegen den 1. FC Nürnberg gekommen. Nach bisher vier Niederlagen gegen die Franken erzielte Michel in der 85. Minute zum Auftakt des zweiten Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga das Tor zum 2:2 (1:0)-Endstand.

Paderborn ging in einem packenden Duell durch ein umstrittenes Tor von Abwehrspieler Jannis Heuer (19. Minute) in Führung, doch der Club drehte das Spiel im zweiten Durchgang innerhalb von fünf Minuten. Ein Schuss von Mats Möller Daehli an den Pfosten prallte vom Rücken des Paderborner Torhüters Jannik Huths ins Tor (54.), der eingewechselte Manuel Schäffler traf nach Möller Daehlis Flanke zum 1:2 (58.).

Vor 5000 zugelassenen Zuschauern im ausverkauften Stadion übernahmen die Gastgeber, die zum Saisonauftakt in Heidenheim wie Nürnberg gegen Aue 0:0 spielten, nach einer ausgeglichenen Anfangsphase das Kommando. Eine Ecke von Kai Pröger nahm Heuer am langen Pfosten mit der Brust an und vollendete mit einem Schluss unter die Latte. Der Treffer war allerdings umstritten, weil Nürnbergs Dennis Borkowski vorher von Uwe Hünemeier umgestoßen wurde. Schiedsrichter Sven Jablonski, der Paderborns neuen Trainer Lukas Kwasniok Ende des ersten Durchgangs noch verwarnte, blieb trotz der Gäste-Proteste bei der Entscheidung, das Tor zu geben.

Mit den neuen Offensivkräften Felix Lohkemper und Manuel Schäffler zeigte Nürnberg ein ganz anderes Gesicht. Trainer Robert Klauß, der zusammen mit Kwasniok die Fußballlehrer-Lizenz machte, traf die richtigen personellen Entscheidungen. Die Wende leitete Möller Daehli mit seinem Solo und dem etwas glücklichen Abschluss ein. Und Nürnberg legte durch Schäffler direkt nach, was am Ende allerdings nicht zum Sieg reichte.

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