Soll beim HSV künftig keinen Kontakt mehr zur Mannschaft und Trainerteam haben: Michael Mutzel. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Carmen Jaspersen/dpa)

Sportvorstand Jonas Boldt hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge Sportdirektor Michael Mutzel beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV degradiert.

«Michael ist seinem Führungsauftrag aus meiner Sicht nicht nachgekommen», sagte Boldt nach Angaben von «abendblatt.de» und «kicker.de». Demnach soll sich der 42 Jahre alte Mutzel laut Boldt weiter als Sportdirektor um Transfers kümmern. Er soll aber keinen Kontakt mehr zur Mannschaft und zum Trainerteam haben.

Zuvor hatte es ein erwartetes Krisengespräch zwischen ihm und Mutzel gegeben. Eine offizielle Stellungnahme zu dem Vorgang gebe es nicht, teilte der Verein auf Anfrage mit.

Mit Boldts Entscheidung endet vorerst ein Machtkampf in der sportlichen Führung des HSV. Zwischen dem 40-Jährigen und Mutzel soll es schon seit einigen Wochen Spannungen gegeben haben. Dabei ging es um Trainer Tim Walter. Boldt stand zu ihm, auch als der HSV frühzeitig alle Aufstiegschancen verspielt zu haben schien.

Mutzel soll sich indes vom Trainer abgesetzt haben, spätestens nach dem 0:1 bei Holstein Kiel am 10. April. Durch die Serie von fünf Siegen nacheinander sprangen die Hamburger noch auf den den dritten Tabellenplatz, scheiterten aber in der Aufstiegsrelegation am Bundesliga-16. Hertha BSC.

Mutzel war 2019 von der TSG Hoffenheim gekommen. Dort war er drei Jahre lang Chefscout. Sein Kontrakt in Hamburg endet 2023. «Michaels Qualitäten weiß ich zu schätzen und möchte weiter darauf setzen», sagte Boldt.

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