Turnierdirektor der EM 2024: Philipp Lahm. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jonas Walzberg/dpa)

Ex-Weltmeister Philipp Lahm hat die voraussichtliche Vergabe der Fußball-WM 2030 an sechs Länder verteilt auf drei Kontinente auch aus Nachhaltigkeitsgründen kritisiert. «Wir versuchen aktuell in Deutschland die grünste Euro aller Zeiten auf die Beine zu stellen, während die FIFA diesen Aspekt vernachlässigt», sagte der Turnierdirektor der Heim-EM 2024 im Interview von «Münchner Merkur/tz». 

Ihm gefalle zwar die Idee, «Uruguay zum 100-jährigen Jubiläum einzubeziehen». Doch da in Uruguay sowie Paraguay und Argentinien jeweils nur ein Spiel stattfinden sollen, «finde ich es schwierig». Das Council des Weltverbandes FIFA hatte angekündigt, dass die WM 2030 mit drei Partien in Südamerika beginnen soll und danach in Marokko, Spanien und Portugal ausgetragen werden soll. Die Entscheidung muss noch vom FIFA-Kongress bestätigt werden.

Lahm fehlt bei diesem Mega-Turnier «auch der Gedanke des Fußballfests: Wir kommen zusammen, wir sehen uns, wir zeigen, wie wir miteinander leben wollen». All das sei bei den FIFA-Plänen «nicht der Fall». 

Bei der EM 2024 in Deutschland werde man versuchen, «Reisedistanzen zu minimieren», bekräftige der frühere DFB-Kapitän. Auf Reisen zu Spielen mit dem Hubschrauber, wie es Franz Beckenbauer bei der Heim-WM 2006 getan hatte, wird Lahm zudem verzichten. Es passe «nicht mehr in die heutige Zeit, dass man mit dem Hubschrauber durchs Land fliegt – unabhängig davon bin ich kein Fan von Hubschrauber-Flügen», sagte der 39-Jährige. Dennoch wolle er «jede Mannschaft spielen sehen und in jedem Standort einmal vor Ort sein».

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