Zurück in der Nationalmannschaft: Toni Kroos. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Toni Kroos will bei der Fußball-EM einen erneuten frühen Turnier-K.o. der Nationalmannschaft unbedingt verhindern. «Wenn wir in der Vorrunde ausscheiden, kann ich keinen grünen Haken dahinter setzen», sagte der 34-Jährige zum Ziel seines Comebacks in der DFB-Auswahl nach fast drei Jahren.

Vom Titelgewinn zu reden sei «möglicherweise vermessen», fügte der Star von Real Madrid nach der ersten Trainingseinheit in Frankfurt an. Aber: «Mit Sicherheit würde ich mich freuen, wenn wir die eine oder andere K.o.-Runde aktiv im Turnier sind.»

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den Weltmeister von 2014 zu einem Comeback in der DFB-Auswahl überredet. Sein bislang letztes von 106 Länderspielen hatte Kroos beim EM-Aus 2021 im Achtelfinale in England bestritten. Konditionell fühlt sich Kroos bereit für die anspruchsvolle Zusatzaufgabe.

Führungskraft im zentralen Mittelfeld

«Physisch verspüre ich überhaupt keinen Verschleiß. Es ist so, dass ich mir das zutraue», sagte er. Nagelsmann plant mit ihm als Führungskraft im zentralen defensiven Mittelfeld. Kapitän Ilkay Gündogan rückt dafür in eine offensivere Rolle vor. Joshua Kimmich wurde auf die Position des rechten Außenverteidigers zurückversetzt.

Zu seinen Planungen für die Zeit nach der EM wollte sich Kroos nicht konkret äußern – ausgeschlossen wurde eine Fortsetzung der Nationalmannschaftskarriere aber nicht. Darüber habe er sich noch «keine Gedanken» gemacht. Zunächst müsse er ohnehin entscheiden, ob er seinen Vertrag bei Real Madrid noch verlängere. «Aus dem kompletten Ruhestand wird man mich sicherlich nicht holen», sagte er. Die Entscheidung über eine Fortsetzung seiner Laufbahn bei den Königlichen werde er wie im Vorjahr treffen. «Da hakt es gar nicht. Auch im letzten Jahr habe ich mich spät entschieden», sagte er.

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