BVB-Stürmer Sébastien Haller (r) bejubelt mit Tom Rothe das Tor zum 6:0. (Urheber/Quelle/Verbreiter: David Inderlied/dpa)

Zweiter Einsatz, erste Tore – Sébastien Haller macht auf seinem Weg zurück in den Alltag als Fußball-Profi weiter erstaunliche Fortschritte.

Beim 6:0 (3:0) von Borussia Dortmund im Test gegen den FC Basel gelang dem Angreifer, bei dem kurz nach seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer ein Hodentumor diagnostiziert worden war, binnen sieben Minuten ein Hattrick (81./Foulelfmeter, 86., 88. Minute).

Drei Tage nach seinem 15-Minuten-Comeback gegen Fortuna Düsseldorf kam der 28 Jahre alte ivorische Nationalspieler in Marbella gegen den Schweizer Erstligisten für eine halbe Stunde zum Einsatz. Damit steigen die Chancen, dass Haller im ersten Pflichtspiel des Bundesliga-Sechsten am 22. Januar daheim gegen den FC Augsburg zum Kader gehört. «Es ist der beste Weg, den man sich vorstellen kann», kommentierte Haller, «jeder Tag Training ist ein weiterer Schritt zur vollen Fitness».

Özcan: «Wir freuen uns tierisch für ihn»

Ähnlich euphorisch fiel die Reaktion beim Trainer und bei den Mitspielern aus. «Man hat gesehen, wie gut es ihm getan hat, den Elfmeter zu verwandeln und wie die Jungs sich für ihn über sein erstes Tor gefreut haben. Das führt häufig dazu, dass sich die Dinge auf dem Platz leichter anfühlen», sagte Fußball-Lehrer Edin Terzic. «Wir freuen uns tierisch für ihn. Heute ein Hattrick – besser kann es für ihn im Moment nicht laufen», pflichtete BVB-Mittelfeldspieler Salih Özcan bei.

Für die restlichen Dortmunder Tore in der Partie mit zwei Halbzeiten über jeweils 60 Minuten sorgten Marco Reus (39.), Donyell Malen (50.) und Jude Bellingham (54./Foulelfmeter). Trainer Edin Terzic nutzte die Chance, um vielen Profis Spielpraxis zu gewähren. Nicht dabei waren die angeschlagenen Außenverteidiger Thomas Meunier (Oberschenkelprobleme) und Raphael Guerreiro (muskuläre Probleme). Wie schwerwiegend die Verletzung von Meunier ist, soll eine weitere medizinische Untersuchung ergeben. Das Fehlen von Guerreiro bezeichnete Terzic nach dem Schlusspfiff als Vorsichtsmaßnahme.

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