Noussair Mazraoui kommt zu einer Trainingseinheit auf den Platz. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Lennart Preiss/dpa)

Bayern-Präsident Herbert Hainer hat nach dem umstrittenen pro-palästinensischen Social-Media-Beitrag von Noussair Mazraoui mahnende Worte an den Fußball-Profi gerichtet.

Die Club-Führung habe sich «so verantwortungsbewusst wie nur möglich mit dieser komplexen Thematik befasst», sagte Hainer bei der Jahreshauptversammlung des deutschen Fußball-Rekordmeisters. 

«Insgesamt ist bei allem klar: Noch einmal darf so etwas nicht passieren.» Mazraoui hatte viel Kritik durch seinen pro-palästinensischen Social-Media-Beitrag hervorgerufen. Er durfte aber im Kader der Münchner bleiben.

Mazraoui und der israelische Torhüter Daniel Peretz seien ein gutes Beispiel dafür, dass verschiedene Kulturen und Religionen dieselbe Heimat finden könnten, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen zum Miteinander im FC Bayern. 

«Schwere Wochen» für Keeper Peretz

Für Peretz und seine Familie seien es «sehr schwere Wochen und Monate», sagte Dreesen. «Wir fühlen mit ihm und sind an seiner Seite, genauso wie wir als Club an der Seite Israels stehen.» Man müsse dem Hass gemeinsam entgegenstehen. 

Man habe viele Gespräche mit Mazraoui geführt, sagte Dreesen. Es sei aber auch klar, dass, es bei Verfehlungen in der Zukunft «auch entsprechende Sanktionen geben» werde. Mazraoui habe versichert, dass er kein menschenverachtendes Gedankengut in sich trägt.

Hainer bekräftigte die Vereinshaltung. «Antisemitismus hat in unserer Welt keinen Platz. Ein Vorbild für alle Generationen und alle Zeiten ist sicher Kurt Landauer, der einst nach Deutschland zurückgekehrt ist, um den Menschen hier die Hand zu reichen», sagte Hainer mit Blick auf den früheren Bayern-Präsidenten. «Er steht beispiellos für eine versöhnliche Ausrichtung. Der FC Bayern wünscht sich Frieden auf der ganzen Welt – gerade im Nahen Osten und in der Ukraine.»

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