Die neu formierte offensive Mittelfeldreihe mit Florian Wirtz (20), sowie Kapitän llkay Gündogan (33) und Jungstar Jamal Musiala (21) soll sich nach dem Radikalumbau des DFB-Teams zum Trumpf für die Heim-EM entwickeln. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Frankreich hat seinen Stürmerstar Kylian Mbappé – und Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt in der Offensive der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf seine «drei Zauberer». Die neu formierte offensive Mittelfeldreihe mit Kapitän llkay Gündogan (33) sowie den beiden Jungstars Jamal Musiala (21) und Florian Wirtz (20) soll sich nach dem Radikalumbau des DFB-Teams zum Trumpf für die Heim-EM entwickeln. Die Zeit drängt: Heute erlebt das Trio in Lyon beim ersten Länderspiel des Jahres gegen den EM-Favoriten und WM-Zweiten Frankreich in der neuen Konstellation die Feuertaufe. 

«Es ist wichtig, dass wir auch Spieler auf dem Feld haben wie die Drei, die die Fähigkeit haben, Spiele zu gestalten und zu entscheiden im Offensivbereich», sagte Nagelsmann rund um das Abschlusstraining im Groupama Stadium. Der Bundestrainer war angetan von dem, was er von Gündogan, Wirtz und Musiala in den Trainingseinheiten geboten bekam. «Wir haben die Woche gut gearbeitet. Die drei Zauberer haben schon viele Freiheiten», sagte der 36-Jährige. 

Die Zeit drängt bis zum Heimturnier

Keine Frage: Wirtz hat als Spielgestalter einen herausragenden Anteil an der grandiosen Saison des immer noch ungeschlagenen Tabellenführers Bayer Leverkusen nicht nur in der Bundesliga. Und die Formkurve und auch Torausbeute des so dribbelstarken Individualisten Musiala geht beim FC Bayern auch steil nach oben. «Ich habe wieder mehr Spaß. Und jetzt geht es darum, die Form mitzunehmen. Es kommen wichtige Spiele», sagte Musiala nicht nur zum Vereinspensum. Noch 83 Tage sind es bis zum EM-Eröffnungsspiel gegen Schottland.

Kapitän Gündogan sieht es in der DFB-Auswahl als seine Aufgabe an, das Youngster-Duo in Szene zu setzen und auf dem Platz zu führen. Seine Rolle beschrieb er in Lyon gleichwohl bescheiden. «Über Jamal und Flo braucht man gar nicht viel zu sagen. Die beiden Jungs sind in Topform. Ich sehe es ein bisschen so, dass die Zwei eher für den Zauber sorgen sollen und ich dann die richtige Balance herstellen kann zwischen zu viel Zauber und zu wenig.»

«Im Training hat das schon sehr gut geklappt»

Er wolle die Jungs mit seiner Erfahrung unterstützen, sagte der Profi des FC Barcelona vor seinem 74. Länderspiel. Und Gündogan ist nach der intensiven Vorbereitung auf den großen Frankreich-Test durchaus zuversichtlich, dass es mit Nagelsmanns Zauberer-Trio etwas wird. «Mit Ball hat das im Training schon sehr gut geklappt», sagte Gündogan.

Keine Frage: Gündogan, Wirtz, Musiala und davor Arsenal-Profi Kai Havertz als ebenfalls spielstarker Mittelstürmer, dieses Offensiv-Quartett könnte tatsächlich für gelungene Angriffskombinationen sorgen, die letztendlich auch zu Toren und Siegen führt. 

Effektivität bei Wirtz und Musiala ausbaufähig

Wobei die hochgelobten Youngster Wirtz und Musiala im Nationaltrikot ihre Effektivität noch deutlich erhöhen müssen, wenn die Heim-EM vom 14. Juni bis 14. Juli für den Gastgeber erfolgreich verlaufen soll. Wirtz wartet nach 14 Länderspielen noch auf sein erstes Tor. Und Musialas Quote von zwei Treffern in 25 Partien ist auch einiges entfernt von der im Bayern-Trikot.  

Druck aufbauen will Nagelsmann aber nicht. Er setzt auf Leichtigkeit, Lust und Spielwitz bei seinen Zauberern. «Wir haben den Druck, dass wir gerne erfolgreich sein wollen. Wir tun aber gut daran, dass wir genießen, dass wir eine Heim-EM vor der Brust haben», sagte der Bundestrainer vor dem großen EM-Test gegen die starken Franzosen um Kylian Mbappé.

Folge uns

Von