Will zurück in die DFB-Elf: Robin Gosens. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Robin Gosens will nach der verpassten WM in Katar unbedingt zurück in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Sein Ziel ist nun die Heim-EM im kommenden Jahr, auch wenn er von Bundestrainer Hansi Flick wieder nicht für die kommenden beiden Länderspiele nominiert wurde.

«Ich muss mir meinen Platz wieder erobern, bin in der Verfolgerrolle. Bei der EM will ich unbedingt dabei sein», sagte der Außenbahnspieler von Inter Mailand im Interview der «Süddeutschen Zeitung». Erst mal will er sich einen Stammplatz bei Inter erkämpfen, dann «kann ich mir, glaube ich, berechtigte Hoffnungen machen. Dann sollte ich zumindest ein seriöser Kandidat sein, diesen Anspruch habe ich. Die Nationalmannschaft bleibt für mich das höchste der Gefühle.»

Gosens war 2021 noch die Überraschung im deutschen EM-Kader, nach einer knapp fünfmonatigen Verletzungspause wegen eines Sehnenabrisses im Oberschenkel und einem komplizierten Start in Mailand verpasste er die WM in Katar. In David Raum von RB Leipzig und Christian Günter vom SC Freiburg sind wie bei der EM nun zwei Linksverteidiger im Aufgebot, die im Verein zumindest manchmal in einer Viererkette wie in der Nationalmannschaft spielen.

Abschluss in Psychologie

«Hansi Flick hat mir schon deutlich gemacht, dass er aktuell die Viererkette spielen lässt und dass er meine Stärken vor allem als linker Außenbahnspieler vor einer Dreierkette sieht. Dass ich deshalb nicht für eine Viererkette infrage komme, glaube ich aber nicht. Ich weiß ja, wie das geht, und habe das auch schon gespielt», sagte Gosens.

Vor Kurzem schloss er ein Fernstudium in Psychologie ab und will es auch als Profi nutzen. Ihm habe das in der schwierigen Zeit geholfen. «Aber noch mehr würde ich sagen, dass es mir im Umgang mit anderen Leuten geholfen hat. Ich versuche, meine Mitspieler jetzt auf anderen Ebenen zu verstehen», sagte Gosens. Wenn einer mehrere Tage im Training nicht das abliefere, was man von ihm gewohnt sei, «gibt es vielleicht einen Grund dafür. Dann versuche ich, mir die Zeit für ein Gespräch zu nehmen. Das hänge ich dann nicht an die große Glocke. Aber danach weiß ich vielleicht, warum er den Meter weniger läuft – und rege mich nicht drüber auf», meinte Gosens.

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