Italien will verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse für Fußball-Profis einführen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Nach dem Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen während des EM-Spiels gegen Finnland will Italien verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse für Fußball-Profis einführen.

In Zukunft sollten alle Spieler der ersten drei Ligen des Landes entsprechend geschult werden, gab Verbandspräsident Gabriele Gravina im EM-Camp der italienischen Nationalmannschaft in Florenz bekannt und bezog sich dabei explizit auf den Einsatz von Dänemarks Kapitän Simon Kjaer. Der Profi von AC Mailand hatte Eriksen nach dessen Kollaps am Samstag sofort in eine stabile Seitenlage gebracht und so verhindert, dass dieser seine Zunge verschlucken konnte.

«Das, was dort passiert ist, hat uns alle schockiert», sagte Gravina über den Zusammenbruch des 29 Jahre alte Mittelfeldspielers von Inter Mailand. «Ich möchte Kjaers Einsatz würdigen. Er war entscheidend dafür, dass wir Eriksen hoffentlich in Zukunft wieder auf dem Platz sehen können», sagte der italienische Verbandschef. Deshalb sei entschieden worden, in Italien alle Profis entsprechend auszubilden.

Die Nationalmannschaft soll schon in den kommenden Tagen noch während des EM-Trainingslagers in Florenz Erste-Hilfe-Kurse erhalten. Auch für den Amateurbereich in Italien sollen entsprechende Angebote geprüft werden. Dies sei aber deutlich komplizierter, sagte Gravina.

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