Andreas Möller sorgt sich um die Frankfurter Eintracht. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fredrik von Erichsen/dpa)

Ex-Weltmeister Andreas Möller hat im Streit auf der Führungsebene von Eintracht Frankfurt vor Folgen gewarnt.

«Es ist leider ein bisschen Wind aufgekommen bei Eintracht, und ich weiß nicht, ob es ein Sturm oder ein Tornado wird. Es wäre schade, wenn jetzt Leute von Bord gehen, egal wer. Sie sollten versuchen, sich wieder zu vereinen, zum Wohle des Vereins», sagte der 55 Jahre alte frühere Profi des Fußball-Bundesligisten bei «Bild». «Denn die Chance, sich in den kommenden Jahren im oberen Drittel zu etablieren, ist so groß wie lange nicht.»

Nach Medienberichten soll es beim Europa-League-Sieger an diesem Mittwoch zu einem Krisengipfel unter der Leitung von Präsident Peter Fischer kommen. Die Situation zwischen Vorstandsprecher Axel Hellmann, über dessen Abschied zur  Deutschen Fußball Liga (DFL) spekuliert wird, und Aufsichtsratschef Philip Holzer gilt als zerfahren. Für Möller scheint es «wie so oft: Im Erfolgsfall kommen dann eventuell mal persönliche Eitelkeiten zum Tragen. In Dortmund war es nach dem Gewinn der Champions League 1997 ähnlich.»

Im Kern soll es den Medienberichten zufolge um ein vom Vorstand bei einer Rating-Bank in Auftrag gegebenes Wertgutachten gehen. Im Aufsichtsrat soll es demnach Stimmen geben, die den angeblichen Wert von etwa 500 Millionen Euro für die Fußball-AG für zu hoch angesetzt halten. Holzer und sein Geschäftspartner Stephan Orenstein sind gleichzeitig Anteilseigner, sie besitzen 16,81 Prozent der Anteile an der Fußball-AG. Geht es um den Erwerb weiterer Pakete, kommt dem Käufer eine niedrigere Bewertung zugute. Dem Verein ist freilich an einer hoch eingestuften Wertung gelegen.

Auch der einstige Eintracht-Trainer Dragoslav «Stepi» Stepanovic» hat wenig Verständnis für den Zwist bei den sportlich kriselnden Frankfurtern. «Ich hätte nie gedacht, dass sie so streiten. Diese Unruhe ist überhaupt nicht gut für Eintracht. Es wäre wichtig, einen klaren Weg zu haben. Die offenen Streitigkeiten müssen geklärt werden, und zwar schnell!», forderte er in dem «Bild»-Bericht. 

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