Mit dem FC Villarreal im Kopf geht es für den FC Bayern München in der Bundesliga gegen den FC Augsburg. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Bayern München kann es nach der Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Villarreal kaum abwarten, im Rückspiel Wiedergutmachung zu leisten.

Doch erst einmal wird der deutsche Fußball-Rekordmeister am 29. Spieltag der Bundesliga von der Pflicht gerufen. Der FC Augsburg ist am Samstag zu Gast. Besonders spannend wird es in Berlin, wenn am Samstag die Stadtrivalen Hertha BSC und der 1. FC Union aufeinandertreffen. Für Hertha geht es nicht nur ums Prestige, sondern auch um ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg. Union will indes wieder nach Europa.

Erling Haaland:

Vier Einsätze, kein Tor. Seit seinem Comeback am 13. März gegen Bielefeld nach zuvor wochenlanger Zwangspause traf der Dortmunder Torgarant nicht mehr ins Schwarze. Bleibt der Norweger am Freitag auch gegen Stuttgart erfolglos, würde er seine bisherige BVB-Negativmarke von 323 Minuten ohne Tor aus dem Januar und Februar 2021 übertreffen. Die Vorwürfe, dass sich die lange Suche des 21 Jahre alten Superstars nach einem neuen Club leistungsmindernd auswirkt, werden deshalb immer lauter. Nicht nur die Clubführung, sondern auch die Fans sehnen eine Entscheidung herbei. Das würde die Personalplanung für die kommende Saison erheblich erleichtern.

Bayerns Zwischenspiel:

Eigentlich haben die Bayern-Profis gerade nur den FC Villarreal im Kopf. Alles beim Rekordmeister ist ausgerichtet auf das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag. Da muss ein 0:1 aufgeholt werden. Zwischendrin ist aber erstmal die Pflicht in der Bundesliga angesagt. Selbstbewusstsein schöpfen, lautet der Plan im Heimspiel am Samstag gegen den FC Augsburg. «Wir werden uns jetzt aufrappeln und schauen, dass wir gegen Augsburg gewinnen. Wir wissen, was zu tun ist», kündigte Thomas Müller an: «Wir müssen uns aufs Rückspiel vorbereiten und zurückschlagen.»

Berliner Derby:

Blau gegen Rot. West gegen Ost. Das Berliner Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union bietet alle Zutaten für ein packendes Lokal-Duell und das wohl im erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit gut 74.000 Zuschauern wieder ausverkauften Olympiastadion. Die besondere Note: Der vermeintlich kleine Gast aus Köpenick hat der ehrwürdigen Alten Dame aus Charlottenburg längst den Rang abgelaufen, blickt in der oberen Tabellenhälfte wieder Richtung Europa. Die Hertha braucht mit Retter Felix Magath jeden Punkt um den Absturz in die 2. Liga zu verhindern. Union-Trainer Urs Fischer fände einen Hertha-Abstieg schade: «Derbys gehören dazu», sagte er.

Freiburg nach dem Protest:

Der Einspruch des SC Freiburg nach dem Wechselfehler des FC Bayern München hatte unter den Fans Verständnis, aber auch Kritik hervorgerufen. Dabei befinden sich die Breisgauer nach eigenen Angaben «in einem unverschuldeten Dilemma». Für die Mannschaft und Trainer Christian Streich, der gehofft hatte, dass das Regelwerk auch ohne Einspruch des Sport-Clubs greifen würde, geht es nun darum, den Fokus wieder auf den Kampf um die Europapokal-Plätze zu legen. Zwei Tage vor dem Duell am Sonntag bei Eintracht Frankfurt erklärt Streich, wie er bei einem direkten Konkurrenten bestehen möchte – allen Nebengeräuschen zum Trotz.

Die Europa-League-Clubs:

Eintracht Frankfurt und RB Leipzig spielten in ihren Viertelfinal-Hinspielen jeweils 1:1. Trotz des gleichen Ergebnisses war die Gemütslage bei den Hessen nach dem starken Remis gegen den FC Barcelona besser als die der Sachsen nach dem Unentschieden gegen Atalanta Bergamo. Und doch wird eher RB der Halbfinal-Einzug zugetraut als den Frankfurtern bei den scheinbar übermächtigen Katalanen. Vor den Rückspielen ist aber erst einmal Bundesliga-Alltag angesagt: Die Leipziger wollen am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim wichtige Punkte für einen Champions-League-Platz sammeln, die Eintracht empfängt den SC Freiburg. Am kommenden Donnerstag steigt dann für die beiden Clubs die Viertelfinal-Party Teil II in der Fremde.

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