Bruchhagen glaubt nicht, dass sich Ralf Rangnick als Trainer des FC Bayern von Uli Hoeneß taktisch reinreden lässt. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Der frühere Bundesliga-Funktionär Heribert Bruchhagen geht davon aus, dass sich Ralf Rangnick bei einem möglichen Engagement als Bayern-Trainer nicht von den Vereinsbossen in seine Arbeit reinreden lässt.

Der Fußball-Rekordmeister will den 65-Jährigen als Coach verpflichten – spannend dürfte werden, wie der als kontrollversessen geltende Routinier mit den meinungsstarken Clubgranden um Uli Hoeneß umgehen wird. Der Ehrenpräsident hat in der Vergangenheit oft in fußballerische Belange der Coaches eingegriffen und Leute dafür in seinem Haus am Tegernsee empfangen.

«Ich glaube nicht, dass Ralf Rangnick zum Tegernsee fährt. Vielleicht mal auf einen Kaffee, aber bestimmt nicht für taktische Ratschläge. Ralf weiß schon, was er will», sagte der frühere Frankfurt- und Hamburg-Manager Bruchhagen gegenüber «Münchner Merkur/tz» (Samstag). «Er ist souverän, Punkt, aus. Er hat seine eigenen Vorstellungen, die wird er umsetzen. Wie sie greifen, wird man abwarten müssen.»

Die Münchner suchen einen Nachfolger für Thomas Tuchel, der den Club im Sommer vorzeitig verlassen muss. Weil Bayerns Wunschkandidat Xabi Alonso lieber in Leverkusen bleibt und auch Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht an die Säbener Straße zurückkehrt, bewerten manche Experten Rangnick nur als Notlösung. Dem entgegnete Bruchhagen: «Ein Ralf Rangnick ist niemals ein Plan B! Das ist ein Mann mit einem großen Erfahrungsschatz, der sich nicht als B-Kandidat fühlen muss. Er ist ein A-Kandidat.»

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