Engagiert sich für den Frauenfußball: Siegfried Dietrich. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Lukas Schulze/dpa)

DFB-Funktionär Siggi Dietrich hofft durch die Vize-Europameisterschaft der deutschen Fußballerinnen auf einen Aufschwung auch über das Nationalteam hinaus.

«Wir müssen den in England erlebten Hype und die neue Popularität des Frauenfußballs für den Start in ein neues Zeitalter nutzen», sagte der Vorsitzende des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen dem «Kicker». Dietrich betonte aber auch, dass es sich um eine gemeinsame Kraftanstrengung handeln müsse: «Da sind wir alle vielfältig gefragt – der DFB, die Clubs mit der DFL im Hintergrund, genauso aber auch die Medien», sagte der 65-Jährige.

Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte bei der EM das Finale erreicht und mit 1:2 nach Verlängerung gegen Gastgeber England verloren.

Ein gutes Signal sei es, das Eröffnungsspiel der Frauen-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München am 16. September im Deutsche-Bank-Park zu spielen. «Das darf aber nur der Anfang sein», sagte Dietrich. Elementar sei, dass alle Spiele live ausgestrahlt werden.

Zum Thema Equal Pay, der gleichen Bezahlung von Männern und Frauen, sagte der Funktionär: «Man kann nur den Kuchen verteilen, der da ist, der zuvor auch erwirtschaftet wurde. Und da sind die Einnahmen bei den Frauen in Deutschland leider immer noch deutlich geringer als bei den Männern. Man kann den Kuchen allerdings mit Vermarktungsstrategien größer backen und dann angemessen und transparent dimensionieren.» Eine Alternative könne auch sein, «über einen gewissen Zeitraum mit höheren Prämien und Gehältern in Entwicklungsprozesse zu investieren».

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