Der Münchner Philipp Lahm spricht über die deutschen Mannschaften in der Champions League und die Auswirkungen auf die Nationalmannschaft. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Peter Steffen/dpa)

Ex-Weltmeister Philipp Lahm sieht einen Zusammenhang zwischen dem vorzeitigen Scheitern der Fußball-Bundesligisten in der Champions League und den Auftritten der deutschen Nationalmannschaft.

In einem Interview der «Welt am Sonntag» blickte er dabei auf den Titel in der Königsklasse mit seinem Ex-Club FC Bayern München 2013 im Finale gegen Borussia Dortmund und dem WM-Triumph mit der DFB-Auswahl 2014 zurück. «Es kam nicht von ungefähr, dass wir ein Jahr nach dem deutschen Finale in der Champions League die WM gewannen», sagte Lahm.

«Die Mannschaft muss unbedingt ein Gesicht bekommen»

Viele Spieler von Bayern und Dortmund hätten den Kern der Nationalelf gebildet und «hatten diese Wettbewerbsfähigkeit auf Topniveau auch in ihrem Verein. Heute haben wir in der Nationalmannschaft weiter gute Einzelspieler mit internationaler Klasse», erklärte Lahm. «Die Mannschaft muss jetzt aber unbedingt wieder ein Gesicht bekommen, es muss ein Gerüst erkennbar sein.» Die Spieler müssten sich mit ihrer Aufgabe identifizieren. «Dann kann der Vereinsfußball wieder von der Nationalelf profitieren – und umgekehrt.»

In dieser Saison war der FC Bayern in der Champions League im Viertelfinale an Manchester City gescheitert. Die Mannschaft des ehemaligen Bayern-Coaches Pep Guardiola hatte im Achtelfinale RB Leipzig ausgeschaltet. Borussia Dortmund war in der Runde der besten 16 am FC Chelsea gescheitert, Eintracht Frankfurt am SSC Neapel. Das Endspiel bestreitet City am 10. Juni in Istanbul gegen Inter Mailand.

«In der Champions League hinken wir etwas hinterher», sagte Lahm. «Da ist mehr drin, gerade in der Breite.» In dieser Saison haben neben den bereits qualifizierten Teams von Bayern München und Borussia Dortmund noch RB Leipzig, der 1. FC Union Berlin und der SC Freiburg die Chance auf den Einzug in die Königsklasse.

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