Bielefelds Fabian Klos läuft vor Rauchbomben auf dem Rasen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jörg Halisch/dpa)

Nach dem blamablen Auftritt von Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld beim 0:4 im Relegationshinspiel beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden setzt Trainer Uwe Koschinat im Rückspiel wohl auf ein deutlich verändertes Team.

«Es wird mit Sicherheit personelle und taktische Anpassungen und auch harte Entscheidungen geben», sagte der 51-Jährige vor dem zweiten Aufeinandertreffen. Koschinat legte sich bereits fest, dass Kapitän und Vereinslegende Fabian Klos von Beginn an auflaufen wird. «Fabian identifiziert sich mit Arminia und ist jahrelang hier. Es möchte die Verantwortung tragen, er ist über die Jahre in die Rolle hineingewachsen», sagte er über den Stürmer und ergänzte: «Am Freitag war es für einen Spieler unverhältnismäßig viel Verantwortung.»

Ereignisse sitzen tief

Der 35 Jahre alte Klos war im Hinspiel beim Stand von 0:3 in der 62. Minute eingewechselt worden. Als Arminia-Fans Pyrotechnik auf den Rasen warfen und ein Platzsturm zu befürchten war, suchte Klos als einziger Bielefelder das Gespräch mit den aufgebrachten Anhängern. Mit Tränen in den Augen sprach er nach der Partie bei Sky dem eigenen Team den Charakter ab.

Bereits am 34. Spieltag der 2. Bundesliga hatte die Arminia beim 0:4 beim 1. FC Magdeburg eine ganz schwache Leistung gezeigt. «Auch wenn das für den Außenstehenden schwer nachvollziehbar ist nach den letzten beiden Spielen, nehmen wir die sportliche Herausforderung an», sagte Koschinat. «Dabei geht nicht darum, mit hehren Zielen ins Spiel zu gehen, dafür sitzen die Ereignisse von Freitag zu tief.»

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