Die Spieler der SpVgg Greuther Fürth jubeln über ein Tor gegen Holstein Kiel. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Matthias Merz/dpa)

Die SpVgg Greuther Fürth hat das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Holstein Kiel gewonnen und ist nun erster Verfolger von Spitzenreiter Hamburger SV. Die Franken verbesserten sich dank des 2:1 (1:1)-Sieges im unterhaltsamen Montagsspiel auf den zweiten Tabellenplatz.

Der HSV, die Fürther, der VfL Bochum und die Kieler sind nun mit jeweils 42 Zählern punktgleich. Joshua Mees (4. Minute) brachte die Kieler, die fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, früh in Führung. Havard Nielsen (27.) gelang mit einem Bilderbuch-Kopfball der schmeichelhafte Ausgleich. Ein zweiter Treffer von Nielsen (67.) wurde nach Videobeweis wegen Abseits nicht gegeben. Alexander Mühling (83.) traf kurz vor dem Ende ins eigene Tor und besiegelte die erste Rückrundenniederlage der Kieler.

Die aggressiven und sprintstarken Kieler spielten die Fürther in der ersten Hälfte ein ums andere Mal fast schon schwindelig. Den Franken war das Fehlen der drei wichtigen Mittelfeldspieler Paul Seguin und Sebastian Ernst (beide gesperrt) sowie Julian Green (positiver Corona-Test) deutlich anzusehen.

Den ersten rasanten Angriff über Fabian Reese auf der linken Seite schloss Mees gleich zur Führung ab. Die leichtfüßigen Gäste, die auf den gesperrten Routinier Fin Bartels verzichten mussten, stellten die Fürther immer wieder vor Probleme mit ihrem schnellen und direkten Spiel. Auch in der Defensive war den unsicheren Hausherren das Fehlen zweier Stammspieler (Mergim Mavraj und Paul Jaeckel) anzumerken.

Wie aus dem Nichts erzielten die Fürther aber den Ausgleich. Nielsen stieg hoch und ließ Torwart Ioannis Gelios mit seinem herrlichen Kopfball aus rund 14 Metern keine Chance. Die Kieler mussten sich zur Pause vorwerfen lassen, nicht mehr Tore geschossen zu haben.

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner gab auch nach dem Seitenwechsel zunächst den Ton an. Jae Sung Lee entwischte den Fürthern um den unsicheren Abdourahmane Barry immer wieder. Die Franken agierten nun aber mit mehr Überzeugung und näherten sich dem Holstein-Tor an. Mühling bescherte den Hausherren dann mit seinem Eigentor unfreiwillig den Sieg.

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