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Bayer Leverkusen festigt seinen Champions-League-Rang, Atlético Madrid dreht einen 2:0-Rückstand, Chelsea kann doch noch gewinnen und Traumtorfestival bei Paderborn gegen Bremen. Eine Zusammenfassung der Spiele findet ihr hier. 

Leverkusen überrollt Augsburg

Bayer Leverkusen spielt gegen überforderte Augsburger stark auf und gewinnt deutlich mit 5:1. 

Die Werkself startete mit einer Menge Tempo in die Partie, womit die Gäste von Beginn an Probleme hatten. Bereits in der 9. Minute konnte Mitchel Bakker von links unbedrängt flanken und fand in der Mitte Karim Bellarabi, der zur frühen Führung einschob. Selbstbewusst ging es für Leverkusen weiter. Nach 24 Minuten schickte Amine Adli seinen Kollegen Moussa Diaby auf die Reise, der erstmals an diesem Samstagnachmittag Rafal Gikiewicz überwand. Augsburg war mit dem 2:0 zur Halbzeit aufgrund zahlreicher Chancen der Gastgeber noch gut bedient. 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich auch nichts daran. Leverkusen ließ aber viele Möglichkeiten ungenutzt und wurde dafür bestraft. Nach einer knappen Stunde konnte Lukas Hradecky einen Ball von Michael Gregoritsch nicht festhalten, Arne Maier war der Nutznießer und schoss seinen ersten Bundesliga-Treffer. 

Nur drei Minuten später war der Zwei-Tore-Abstand aber wieder hergestellt. Florian Wirtz löffelte den Ball gefühlvoll hinter die Kette zu Adli. Dessen Schuss kann Gikiewicz noch abwehren, ist beim Nachschuss von Diaby aber machtlos. Der Franzose veredelte seine Vorstellung in der 69. Minute mit seinem dritten Treffer. Nach einem Konter konnte er freistehend einnetzen. Den Schlusspunkt des Schützenfestes setzte Lucas Alario in der 81. Minute, als er per Hackentrick durch die Beine des Schlussmanns zum Endstand vollstreckte.

Atlético Madrid dreht Heimspiel nach Rückstand

Dank einer furiosen Schlussphase hat Atlético Madrid einen weiteren Rückschlag abwenden können. Nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit drehte die Mannschaft von Diego Simeone das Spiel durch zwei Tore in der Nachspielzeit. 

Yunus Musah (24.) und Hugo Duro (44.) hatten die komfortable Pausenführung für den FC Valencia herausgeschossen. Nach Matheus Cunhas Anschlusstreffer in der 64. Minute dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe der Argentinier Àngel Correa (90.+1) den umjubelten Ausgleich erzielte. 

Damit aber noch nicht genug: Innenverteidiger Mario Hermoso (90.+3) brachte das Wanda Metropolitano zwei Minuten später mit dem Siegtreffer für Atlético endgültig zum kochen. Mit diesem Sieg festigt das Team von Simeone den vierten Rang in der spanischen La Liga. 

Chelsea gewinnt Stadtderby

Der FC Chelsea hat in der Premier League das Londoner Stadtderby gegen Tottenham Hotspur gewonnen. Das 2:0 (0:0) war der erste Sieg nach zuletzt vier sieglosen Ligaspielen, die dem Team von Thomas Tuchel wohl die Chance auf die Meisterschaft gekostet haben. 

Gegen die Spurs unter Neutrainer Antonio Conte trafen Hakim Ziyech (47.) und Thiago Silva (55.) für die Blues, die über weite Strecken überlegen waren. Tottenhams Harry Kane hatte in der ersten Hälfte zwar mit einem genialen Schuss aus der Drehung getroffen, doch der Treffer zählte nicht. Die Spurs hatten weitere Chancen, aber Chelseas Ersatztorwart Kepa zeigte einige starke Paraden. Stammkeeper und Welttorhüter Edouard Mendy weilt mit Senegal beim Afrika-Cup.

Traumtorfestival in der zweiten Liga

Das Topspiel zwischen Paderborn und Bremen am Samstagnachmittag hatte unzählige Höhepunkte zu bieten. Toprak traf bei einem Freistoß Michel im Gesicht, den folgenden Elfmeter parierte Pavlenka gegen den Gefoulten. Da aber Friedl zu früh in den Strafraum gelaufen war, wurde wiederholt. Den wiederholten Strafstoß verwandelte Muslija sicher (15.). Nach Plattes Pfostentreffer in der 23. Minute traf Ducksch zum Ausgleich (35.), doch nur drei Minuten später schlenzte Muslija das Leder sehenswert ins lange Eck zur 2:1-Pausenführung für den SCP. Noch schöner machte es aber Platte in der 57. Minute, sein Lupfer aus gut 40 Metern überraschte Pavlenka. 

Kurz darauf folgte jedoch die doppelte Werder-Antwort: Erst jagte Schmid das Leder in den Winkel (59.), dann traf Füllkrug zum 3:3 (66.). Nur zwei Minuten später wurde erst Plattes nächstes Traumtor kassiert (ein Foul an Toprak ging voraus), in der 72. Minute dann Duckschs perfekter Schlenzer in den Torwinkel (Abseits von Füllkrug ging voraus). Das letzte Wort hatte Werders Kapitän: Toprak drückte den Ball nach einer Ecke zum 4:3 über die Linie (86.), nach fünf Minuten Nachspielzeit hatte der Wahnsinn in Paderborn ein Ende.