Der Präsident des 1. FC Köln: Werner Wolf. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Rolf Vennenbernd/dpa)

Werner Wolf hat ausgeschlossen, dass sich der 1. FC Köln trotz angespannter Finanzlage für Investoren öffnen wird.

Die Fans des Fußball-Bundesligisten müssten sich deswegen «gar keine» Sorgen machen, sagte der Vereinspräsident bei DAZN vor dem Spiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. «Wir sind als Präsidiumsteam angetreten und haben gesagt, wir schaffen das ohne Investoren. Wir haben eine Strategie entwickelt, die uns insgesamt mehr Einnahmen bescheren soll. Wir beginnen gerade mit der Implementierung und sind zuversichtlich, dass wir es ohne Investoren schaffen werden», sagte Wolf.

Der englische Fußballclub Newcastle United war vor kurzem an ein Konsortium mit saudischer Beteiligung verkauft worden. Der öffentliche Investmentfonds Saudi-Arabiens soll zwar 80 Prozent am Konsortium halten und ist nun Mehrheitseigner des Vereins. Zudem ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, der einflussreichste Mann des Fonds.

Freiburgs Trainer Christian Streich hatte das scharf kritisiert. «Da passieren immer wieder Dinge im Fußball, die jegliches Maß überschritten haben. In diesem Fall ist das ja unfassbar, wer da alles dabei ist in diesem Konsortium», sagte der 56-Jährige am Donnerstag. «Ich glaube, dass die Bundesliga auch weiter attraktiv ist und dass wir nicht alles mitgehen dürfen, was in anderen Ligen gemacht wird, zum Beispiel in England.»

Derweil kündigte Wolf an, sich bei der Suche nach einem neuen Sportchef Zeit zu lassen. Es würden gerade Gespräche geführt. «Wir machen das aber ohne Zeitnot, wenn wir es vor Weihnachten schaffen, wäre es ein tolles Weihnachtsgeschenk», sagte Wolf.

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