Beim VfB Stuttgart steht Genki Haraguchi (M) vor seinem Debüt in der Startelf. (Urheber/Quelle/Verbreiter: David Inderlied/dpa)

Der 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet am Freitag mit der Partie FC Augsburg gegen Bayer 04 Leverkusen um 20.30 Uhr. Die weiteren Begegnungen im Überblick.

Borussia Dortmund – SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Der Tabellenvierte BVB hat mit zuletzt drei Siegen in Serie wieder Anschluss zur Tabellenspitze hergestellt. Die punktgleichen Freiburger reisen mit der besten Bilanz nach 18 Spieltagen seit 28 Jahren an.

Statistik: Der BVB hat nur eines der 22 Bundesliga-Heimspiele gegen Freiburg verloren. 2001 siegten die Gäste mit 2:0 in Dortmund, das zweite Tor erzielte der heutige BVB-Sportdirektor Kehl.

Personal: BVB-Coach Terzic plant bis auf den gesperrten Özcan und die Verletzten Meunier und Morey mit allen Profis. Kapitän Reus könnte erstmals seit Mitte September wieder in die Startelf rücken. Beim SC steht Höfler nach Gelbsperre wieder zur Verfügung. Topscorer Grifo drängt zurück in die Startelf.

Besonderes: Zehn Spiele, kein Sieg. Die Ausbeute von Christian Streich als SC-Trainer in Dortmund ist dürftig. Bei einer Tordifferenz von 6:34 gab es nur einen Punkt. «Es nervt mich sehr, wenn ich das höre. Aber es ist nicht so, dass ich jetzt vollständig verzweifelt bin», sagte der 57-Jährige.

1. FC Union Berlin – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Union hat in diesem Jahr alle Pflichtspiele gewonnen, drei in der Liga und eins im Pokal. Die Köpenicker sind mit 36 Punkten erster Verfolger der Bayern an der Tabellenspitze. Die Mainzer stehen auf Rang elf. Nach dem 5:2 gegen Bochum am vergangenen Wochenende gab es im DFB-Pokal unter der Woche ein 0:4 gegen die Bayern.

Statistik: Union ist zu Hause in der Liga seit 14 Spielen ungeschlagen. Die Berliner erzielten nur gegen Hertha BSC mehr Bundesliga-Tore (14) als gegen Mainz. Auswärts bei Union siegten die Rheinhessen noch nie. Dafür gewann Mainz in dieser Spielzeit schon vier Auswärtsspiele.

Personal: Urs Fischer kann bei Union fast auf alle Spieler zurückgreifen. Schäfer ist verletzt, Ersatztorwart Busk krank. Es könnte nach zwei Englischen Wochen einige Wechsel in der Startelf geben. Bei den Gästen ist fast das gleiche Personal wie gegen Bayern verfügbar, nur Kapitän Widmer (Oberschenkelverletzung) fällt aus.

Besonderes: Mainz-Trainer Svensson sah Rot im Pokal, ist aber nur dort gesperrt und darf in der Bundesliga ran. Ingvartsen kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Däne spielte von 2019 bis 2021 für die Köpenicker.

1. FC Köln – RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Beide sind im Jahr 2023 noch ungeschlagen. Köln verschaffte sich mit fünf Punkten aus drei Spielen Luft nach unten. Leipzig setzte sich mit sieben Zählern oben fest und könnte am Samstag bei idealem Verlauf für mindestens eine Nacht Tabellenführer werden.

Statistik: Leipzig gewann fünf der elf Duelle, Köln nur zwei. Die letzten beiden Spiele in Köln endeten aber 2:1 für den FC und 1:1, das Hinspiel in Leipzig 2:2.

Personal: Beim FC sind Hector und Selke trotz verletzungsbedingter Auswechslungen auf Schalke wohl einsatzbereit. Kilian und Uth fehlen weiter. Bei Leipzig ist der Einsatz von Gvardiol unsicher.

Besonderes: Kölns Kapitän Hector erzielte im April 2021 beide Tore zum Kölner 2:1-Sieg. Seitdem traf er in 49 Spielen oder 4237 Minuten nicht mehr in der Bundesliga.

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Die Eintracht ist oben dran und will nach dem Punktgewinn in München in Richtung Champions League angreifen. Die Hertha will nach bislang drei Niederlagen in diesem Jahr schnellstmöglich aus der Abstiegszone.

Statistik: In Frankfurt verloren die Hauptstädter nur eines ihrer vergangenen acht Bundesliga-Gastspiele.

Personal: Neuzugang Max könnte für die Eintracht direkt links hinten beginnen. Bei der Hertha könnte Sturm-Hoffnungsträger Niederlechner auflaufen.

Besonderes: Eigentlich wäre es zum Wiedersehen von Fredi Bobic mit seinem Ex-Club gekommen. Doch der Funktionär wurde vor einer Woche in Berlin geschasst.

VfL Bochum – TSG 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Situation: Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Leverkusen und Mainz will sich der Tabellen-16. aus Bochum dank seiner Heimstärke wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Die nur noch drei Zähler besseren Gäste sind seit acht Spielen ohne Sieg – so lang wie kein anderer Bundesligist.

Statistik: Nach bisher sieben Bundesliga-Duellen zwischen beiden Teams liegen die Bochumer mit vier Siegen und drei Niederlagen knapp vorn.

Personal: Dem VfL stehen bis auf Außenverteidiger Gamboa alle Feldspieler zur Verfügung. Der TSG fehlen Vogt, Stiller, Skov und Kaderabek, Geiger droht auszufallen. Neuzugang Delaney könnte im Zentrum beginnen.

Besonderes: Unter der Regie des neuen Trainers Letsch hat der VfL alle vier Heimspiele gewonnen. Fünf Siege nacheinander im eigenen Stadion gab es zuletzt 1997 (saisonübergreifend) und 1975/76 (innerhalb einer Saison).

Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04 (Samstag, 20.30 Uhr)

Situation: Ein Punkt und 1:9 Tore aus drei Spielen – auch der Start ins Jahr 2023 verlief ernüchternd für den FC Schalke 04. Der direkte Wiederabstieg scheint vorprogrammiert für den Tabellenletzten. Die Gladbacher wollen zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele am Stück gewinnen.

Statistik: Die Borussia spielte in ihrer Bundesliga-Geschichte gegen keinen anderen Verein so oft zu null wie gegen Schalke (30 Mal).

Personal: Bei den Gladbachern sind die Einsätze von Kapitän Stindl und Mittelfeldmann Koné noch fraglich. Schalke holte in der Winterpause sechs Neue, zudem kehren die zuletzt verletzten Zalazar und Kral zurück. Unklar ist aber, ob beide von Beginn an spielen.

Besonderes: Gladbachs bester Abwehrspieler Itakura war letzte Saison noch als Führungsspieler und Torschütze (4 Tore) maßgeblich am Schalker Aufstieg beteiligt.

VfB Stuttgart – Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr)

Situation: Der abstiegsbedrohte VfB wartet unter Trainer-Rückkehrer Labbadia noch immer auf einen Dreier in der Bundesliga. Zuletzt gab es zumindest im DFB-Pokal beim Last-Minute-Sieg beim SC Paderborn (2:1) ein erstes Erfolgserlebnis. Bremen setzte sich nach zwei sieglosen Spielen zuletzt mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg durch und ist Tabellenzehnter.

Statistik: Stuttgart ist daheim seit sechs Spielen gegen Bremen ungeschlagen und verlor nur eines der zurückliegenden neun Partien gegen Werder.

Personal: Beim VfB Stuttgart sind die zuletzt verletzt fehlenden Sosa und Zagadou wieder Optionen. Die Winter-Neuzugänge Haraguchi und Dias stehen vor ihren Startelf-Debüts. Bremen muss auf den gesperrten Weiser verzichten. Neuzugang Philipp ist wegen Sprunggelenksproblemen fraglich.

Besonderes: Der VfB hat in dieser Saison noch keinen Treffer nach einem Konter erzielt. Werder dagegen schon sieben Gegentore nach einem Konter kassiert.

VfL Wolfsburg – FC Bayern München (Sonntag, 17.30 Uhr)

Situation: Der FC Bayern hat in diesem Jahr noch kein Bundesliga-Spiel gewonnen. Der 4:0-Pokal-Erfolg in Mainz war aber ein wichtiges Zeichen.

Statistik: Seit der Meisterschaft 2009 gewann Wolfsburg nur eines von 27 Bundesliga-Spielen gegen die Bayern.

Personal: Bei den Bayern sind Upamecano, Choupo-Moting und Gravenberch angeschlagen. Stanisic fällt wegen einer Sprunggelenksblessur aus.

Besonderes: Thomas Müller könnte mit seinem 427. Bundesliga-Einsatz zu Gerd Müller als Rekord-Feldspieler der Münchner aufschließen. Noch mehr Einsätze hatten nur die Torhüter Sepp Maier (473) und Oliver Kahn (429).

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