Berlins Rani Khedira (l) und Leverkusens Kerem Demirbay kämpfen um den Ball. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marius Becker/dpa)

Bayer 04 Leverkusen hat die Ergebniskrise im neuen Jahr fortgesetzt und ist aus den Champions-League-Rängen der Fußball-Bundesliga gefallen.

Am Samstag kam das Team von Trainer Gerardo Seoane nur zu einem 2:2 (1:1) gegen den direkten Konkurrenten Union Berlin und blieb damit im fünften Pflichtspiel in Serie sieglos. Der 17. Saisontreffer von Torjäger Patrik Schick (38. Minute) und ein spätes Kopfball-Tor von Jonathan Tah (84.) waren zu wenig für den ersten Leverkusener Sieg seit einem Monat.

Grischa Prömel erzielte für Union einen Doppelpack (45./49.). Die Berliner bleiben in der Tabelle mit nun 28 Zählern Bayer (29) dicht auf den Fersen. Das Team von Trainer Urs Fischer ist inzwischen seit vier Spielen gegen Leverkusen ungeschlagen. Den erneuten Punkt verdienten sich die Gäste mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung. Leverkusen war zwar über weite Strecken spielbestimmend, vor dem Tor aber zu umständlich.

Die negativen Ergebnisse zum Ende des alten Jahres waren den Rheinländern zunächst noch anzumerken. Bayer agierte anfangs gehemmt und hatte Probleme mit den Köpenickern, die allerdings früh wechseln mussten. Für den verletzten Niko Gießelmann kam bereits nach 26 Minuten Bastian Oczipka ins Spiel. Dies führte aus ungeklärten Gründen zu einem Bruch im Spiel, denn der frühere Düsseldorfer Gießelmann war zuvor nicht unbedingt als Offensiv-Antreiber aufgefallen. Dennoch war Leverkusen von diesem Moment an hellwach und bestimmte nun das Spiel.

Belohnt wurde dies durch Schicks Premieren-Treffer gegen Union. Einen von Torhüter Andreas Luthe abgewehrten Ball drosch der Tscheche zu seinem 17. Saisontor ins Netz. Für den 25-Jährigen war es im fünften Spiel gegen die Berliner das erste Tor. Indes währte die Führung nicht bis zur Pause, obwohl Bayer-Keeper Lukas Hradecky alles dafür tat. In der 45. Minute rettete der Finne bei einem Weitschuss von Christopher Trimmel und einem anschließenden Flugkopfball von Kevin Behrens jeweils stark, ehe er gegen Prömels Abstauber schließlich machtlos war. Das 1:1 zur Pause war durchaus schmeichelhaft für die Gäste. Das wusste auch Manager Oliver Ruhnert, der zur Pause schon nach Hause fahren wollte und bei Sky bekannte: «Wir wissen schon, dass wir mehr zeigen müssen.»

Das schien auch Trainer Fischer so zu sehen und wechselte zur Pause noch einmal doppelt. Levin Öztunali kam für den blassen Genki Haraguchi und Andreas Voglsammer ersetzte im Angriff Behrens. Mit deutlich mehr Schwung kam Berlin aus der Kabine und ging schnell in Führung. Erneut Prömel drückte einen verunglückten Torschuss von Max Kruse über die Linie.

Dies führte erneut zu mehr Druck der Leverkusener. Die Bayer-Angriffe waren aber lange Zeit planlos, ehe Tah eine Flanke des eingewechselten Karim Bellarabi doch noch über die Linie köpfen konnte. In der Nachspielzeit hatte Leverkusen noch einmal Glück, dass Oczipka nur den Pfosten traf.

Von Carsten Lappe, dpa

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