Sorgte mit ihrem Tor für einen der wenigen Glanzpunkte der DFB-Frauen in Israel: Svenja Huth (l). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Berney Ardov/dpa)

Für Deutschlands Fußballerinnen geht es an diesem Freitag nach Jerusalem, für eine kleine DFB-Delegation dabei auch zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Vor und nach dem bedeutungsvollen Besuch gibt es sportlich noch einiges aufzuarbeiten für das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Beim mühsamen 1:0 (1:0) in der WM-Qualifikation am Donnerstagabend in Petach Tikva gegen Außenseiter Israel tat sich der Olympiasieger von 2016 ungemein schwer. Im Rückspiel gegen den 71. der FIFA-Weltrangliste bereits am kommenden Dienstag (16.05 Uhr/ARD) in Essen soll einiges besser werden.

«Ein bisschen träge»

«Ein bisschen träge» seien die Spielerinnen um Kapitänin und Torschützin Svenja Huth vom VfL Wolfsburg (18. Minute) aufgetreten, räumte Voss-Tecklenburg ein und stimmte damit England-Profi Melanie Leupolz («Wir wissen, das war keine Glanz-Performance») zu. Der Grund dafür war schnell ausgemacht: Mit der erstmals ausgetragenen Gruppenphase in der Champions League ist die Belastung für viele gestiegen. «Dazu kam eine lange Reise. Im Nachhinein sieht man das vielleicht, aber das soll keine Entschuldigung sein», sagte die 53-Jährige.

Immerhin gelang im dritten Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland der dritte Sieg. Nach dem 7:0 gegen Bulgarien und dem 5:1 gegen Serbien baute die DFB-Auswahl die Tabellenführung in der Gruppe H auf neun Punkte aus.

Drucklos auf den Außenbahnen

«Wir wissen natürlich, dass das keine Topleistung war. Wir haben heute gegen einen gut verteidigenden Gegner nicht die Mittel gefunden, mehr Torchancen herauszuspielen», sagte Voss-Tecklenburg. Schon in der ersten Halbzeit sei die Mannschaft «nicht so gut im Positionsspiel gewesen» und habe zu wenig Druck über die Außen aufgebaut. Zudem scheiterte Sara Däbritz von Paris Saint-Germain mit einem an Hoffenheims Jule Brand verursachten Foulelfmeter an Torhüterin Amit Beilin (13.).

«Das war natürlich nicht das Spiel, das wir erhofft haben. Da müssen wir von der Leistung her noch eine Schippe drauflegen», sagte Rückkehrerin Giulia Gwinn vom FC Bayern. Die 22-Jährige vom FC Bayern war nach ihrer Einwechslung aber «überglücklich» über ihr Comeback und gehört nun wieder zu den vielen Kandidatinnen für die EM im nächsten Jahr in England.

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