Als Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs absolvierten die Spieler von Trainer Luis Enrique ihr Abschlusstraining mit rosa Leibchen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Luca Bruno/AP/dpa)

Spaniens neue Fußball-Generation ist heiß auf den ersten Titel seit der Europameisterschaft 2012.

An heutigen Sonntag (20.45 Uhr/ARD/DAZN) spielt das noch im Neuaufbau befindliche Team von Trainer Luis Enrique im Mailänder San Siro im Duell zweier Fußball-Großmächte gegen Weltmeister Frankreich um den Gewinn der Nations League. «Hoffentlich können wir mit einer Goldmedaille nach Hause fahren», sagte Verteidiger Aymeric Laporte vom englischen Meister Manchester City. «Ich denke nur daran, das Finale der Nations League zu gewinnen.»

Nach dem Abschied etablierter Kräfte wie Sergio Ramos gehört der 27-Jährige ebenso zur neuen Garde wie sein Clubkollege Ferran Torres. Der 21-jährige Offensivspieler hatte Spanien mit einem Doppelpack zum 2:1 im Halbfinale gegen Europameister Italien und damit zur Revanche für die Halbfinal-Niederlage bei der EM geschossen. «Das Beste für mich ist, dass wir unser Spiel, seit ich die Nationalmannschaft betreue, immer nach unseren eigenen Vorstellungen ausrichten – gegen jeden Gegner und in jedem Spiel», sagte Enrique, der die Auswahl 2018 übernommen hatte.

Nations-League-Finale im San Siro

Für Gegner Frankreich ist das Finale die Chance, 104 Tage nach dem Scheitern im EM-Achtelfinale doch noch einen europäischen Titel zu holen. «Wir sind hierher gekommen, um im Finale zu spielen. Wir sind dabei, und es steht ein Pokal auf dem Spiel. Wir werden alles tun, was wir können, um ihn zu gewinnen», sagte Trainer Didier Deschamps.

Im Halbfinale am Donnerstag in Turin hatten Les Bleus trotz 0:2-Rückstandes den Weltranglisten-Ersten Belgien mit 3:2 niedergerungen. Das sei «fabelhaft» gewesen, befand Deschamps.

Die Franzosen gehen personell gehandicapt in das Spiel um die Nachfolge von Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo, das die Premiere vor zwei Jahren durch ein 1:0 im Finale gegen die Niederlande gewonnen hatte. Nachdem Lucas Digne vom FC Everton wegen muskulärer Probleme bereits von der Nationalmannschaft abgereist war, fällt nun auch Adrien Rabiot aus.

Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 26-Jährige sei nach dem positiven Test von seinen Mannschaftskollegen isoliert worden und befinde sich in Quarantäne, teilte der französische Fußball-Verband am Samstag mit. Da kein weiterer Spieler nachnominiert werden kann, muss Deschamps mit nun 21 Spielern auskommen. Rabiot könnte durch Aurélien Tchouaméni in der Startelf ersetzt werden, der für ihn auch schon gegen Belgien eingewechselt worden war.

Derweil haben die Spanier in ihrem Trainingscamp nahe Mailand mit einer besonderen Aktion soziales Engagement bewiesen. Als Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs absolvierten die Spieler von Trainer Luis Enrique ihr Abschlusstraining am Samstag mit rosa Leibchen. Man wolle damit den Welttag gegen Brustkrebs am 19. Oktober unterstützen, teilte der spanische Fußball-Verband auf seiner Homepage mit.

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