Für den FC Barcelona gab es gegen den FC Bayern daheim erneut nichts zu holen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Den in die Jahre gekommenen Altstars des FC Barcelona um Sergio Busquets, Jordi Alba und Gerard Piqué droht nach der 0:3-Heimpleite gegen den FC Bayern die Ausmusterung.

«Die Fans werden nur dann eine Saison der Hungersnot tolerieren, wenn es neue Gesichter gibt», schrieb am Mittwoch die katalanische Zeitung «La Vanguardia». Trainer Ronald Koeman habe mit der Einwechslung vieler junger Nobodys im Camp Nou die Marschroute einer drastischen Verjüngungskur im «Jahr eins nach Lionel Messi» angedeutet.

Der enorme Leistungsunterschied zwischen den Münchnern und den Gastgebern erschütterte die größten Skeptiker. Das Heimteam schoss nicht einmal aufs Tor, Nationaltorwart Marc-André ter Stegen verhinderte eine historische Niederlage wie beim 2:8 vor einem Jahr.

«Barça trägt seine Größe zu Grabe», stellte «El Mundo» fest. Piqué & Co. seien «Lichtjahre von den Bayern entfernt», hieß es. Die Madrider Fachzeitung «Marca» titelte in großen Lettern: «Armes Barça». Die katalanischen Zeitungen waren nicht minder gnadenlos: «Barça macht sich lächerlich», schrieb «El Periódico» auf Seite eins, und «Sport» analysierte: «Das ist die traurige Wirklichkeit. Die Blaugranas sind heute von den Großen der Champions League weit entfernt.»

Kapitän Gerard Piqué wollte die Lage nicht schönreden. «Das ist das, was es gibt. Wir sind, was wir sind, mehr gibt es nicht», lautete die lapidare Feststellung des 34-Jährigen. Coach Koeman bat unterdessen um «Geduld» und verwies auf die vielen verletzten Profis.

Die Fans fordern neue Gesichter. «Das Camp Nou hat sein Urteil gefällt: Es will Kinder», so «El Periódico» in Anspielung auf die Pfiffe für die ausgewechselten Profis, vor allem für Sergi Roberto, sowie auf die Anfeuerungen etwa für Gavi (17). Mit «Kinder» sind neben Jungstars wie Pedri (18) oder Fati (18) unbekannte Jungspieler wie Gavi, Yusuf Demir (18) oder Alejandro Balde (18) gemeint.

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