Kai Havertz (M) in München beim Training vor dem Spiel gegen Frankreich. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Federico Gambarini/dpa)

Für Kai Havertz war der Siegtreffer im Champions-League-Finale eine Art Befreiung: «Ich bin schon froh, dass ich die Saison mit diesem Tor im Champions-League-Finale beenden konnte.»

«Das Tor war wichtig für die Historie des Vereins, aber es hat mir auch persönlich sehr gut getan», sagte der deutsche Fußball-Nationalspieler vom FC Chelsea der «Süddeutschen Zeitung».

Am Ende der Saison sei für ihn persönlich «relativ viel Druck auf dem Kessel» gewesen, betonte der Ex-Leverkusener und sprach damit seine hohe Ablösesumme mit einem geschätzten Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen Euro an. «Dann erwarten die Leute eben gleich, dass du der neue Cristiano Ronaldo bist. Aber so schnell geht das nicht, alles ist neu, und ich habe am Anfang wirklich nicht meinen besten Fußball gespielt.»

Bei Chelsea herrsche «ein völlig anderer Druck». Man spüre «eine ganz andere Kraft als zuvor in Leverkusen», sagte Havertz. Das Gefühl des Champions-League-Sieges sei bei der Nationalelf aber nach einer Woche so gut wie weg gewesen. «Wir sind bei der Nationalmannschaft, wir haben hier andere Abläufe und andere Ziele. Natürlich gibt mir dieser Titel Rückenwind und ein riesiges Selbstvertrauen, aber es bringt ja nichts, sich als Champions-League-Sieger zu fühlen, wenn du nachher die EM vergeigst», betonte der Offensivspieler vor dem schweren EM-Auftaktspiel gegen Weltmeister Frankreich.

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