Dieter Burdenski hält einen erneuten Bestechungsskandal in der Bundesliga für kaum möglich. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa)

Der damalige Schalker Torwart Dieter Burdenski hält einen erneuten Bestechungsskandal in der Fußball-Bundesliga wie in der Saison 1970/71 für fast ausgeschlossen. «Heute ist das nicht mehr möglich», sagte Burdenski der Deutschen Presse-Agentur.

«Zu 100 Prozent soll man Dinge nie ausschließen, aber das Spiel ist heute noch viel gläserner geworden. Das wäre heute so nicht mehr durchführbar. Die Summen damals waren Peanuts, das war nichts, von dem man dann hätte in der Karibik leben können.»

Der Bestechungsskandal 1971

Der sogenannte Bundesliga-Skandal war am 6. Juni 1971 offenbart worden. Der damalige Präsident der Offenbacher Kickers, Horst-Gregorio Canellas, spielte seinen Gästen auf seiner Geburtstagsfeier Tonbandaufnahmen vor, die die Manipulation von mehreren Bundesliga-Spielen bewiesen.

«Das ist ja erst nach und nach herausgekommen», sagte Burdenski (70), damals Ersatztorwart des an den Machenschaften beteiligten FC Schalke 04. Die Spieler der Königsblauen nahmen insgesamt 40.000 Mark an, damit sie in der Schlussphase der Saison 1970/71 gegen den Abstiegskandidaten Bielefeld verlieren. Die Partie endete 0:1. Burdenski, der nicht eingeweiht worden war, spielte überraschend und hielt überragend. Das Geld nahm er im Anschluss an («Das war mein Fehler»).

Insgesamt waren zehn der 18 Bundesliga-Vereine in den Skandal verwickelt. Dutzende Spieler und zudem Funktionäre und Trainer wurden vom Deutschen Fußball-Bund und dessen Chefermittler Hans Kindermann angeklagt. Elf Spieler erhielten lebenslange Sperren, die jedoch später abgemildert wurden.

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